Mithilfe des EU-geförderten Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg – Polen 2014 – 2020 wird die Zusammenarbeit innerhalb grenzübergreifender Projekte unterstützt. Dass Kooperationsprogramm ist das Grundlagendokument, welches zwischen den Programmpartnern Brandenburg und Polen gemeinsam erarbeitet worden ist und von der EU-Kommission am 16. Oktober 2015 genehmigt wurde. In dem Dokument werden zunächst die strukturellen und sozioökonomischen Ausgangsbedingungen im Fördergebiet beschrieben, um dann für die Förderperiode bis 2020 die gemeinsamen Interventionsziele und -strategie sowie die maßgeblichen Eckpunkte der Programmdurchführung zu bestimmen.

Grundsätzlich arbeiten im Rahmen des Kooperationsprogramms brandenburgische und polnische Programmpartner aus dem Fördergebiet in grenzüberschreitend wirkenden Projekten zusammen, um Chancen und Herausforderungen in einem gemeinsamen Lebens-, Natur- und Wirtschaftsraum zu meistern.

Prioritätsachsen und thematische Ziele:

Prioritätsachse I 32 Mio. €

Gemeinsamer Erhalt und Nutzung des Natur- und Kulturerbes Bewahrung, Schutz, Förderung und Entwicklung des Natur- und Kulturerbes Erhaltung und Wiederherstellung der Biodiversität und des Bodens und Förderung von Ökosystemdienstleistungen, einschließlich Natura 2000 und grüne Infrastruktur

Mögliche Fördermaßnahmen:

  1. Entwicklung von Produkten, welche das gemeinsame Naturerbe grenzüberschreitend erlebbar machen
  2. Entwicklung und Vermarktung gemeinsamer regionaler oder thematischer kultureller und kulturtouristischer Angebote
  3. Verknüpfung des Natur- und Kulturerbes durch investive und nichtinvestive Maßnahmen

Prioritätsachse II 19 Mio. €

Anbindung an die trans-europäischen Netze und nachhaltiger Verkehr Ausbau der regionalen Mobilität durch Anbindung sekundärer und tertiärer Knotenpunkte an die TEN-V-Infrastruktur, einschließlich multimodaler Knoten Entwicklung und Verbesserung umweltfreundlicher (einschließlich geräuscharmer) Verkehrssysteme mit geringen CO2-Emissionen, darunter Binnenwasserstraßen, Häfen, multimodale Verbindungen und Flughafeninfrastruktur, um eine nachhaltige regionale und örtliche Mobilität zu fördern

Mögliche Fördermaßnahmen:

  1. Vorbereitung und Durchführung von Investitionen in grenzüberschreitend wirkende Straßeninfrastruktur, inkl. straßenbegleitende Radwege
  2. Vorbereitende Konzepte
  3. Umsetzung neuer Lösungen

Prioritätsachse III 10 Mio. €

Stärkung grenzübergreifender Fähigkeiten und Kompetenzen Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen durch die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Programme für die allgemeine und berufliche Bildung und die Berufsausbildung

Mögliche Fördermaßnahmen:

  1. Ausbildung
  2. Weiterbildung
  3. Querschnittsbereiche

Prioritätsachse IV 33 Mio. € (einschl. 16 Mio. € für den Kleinprojektefonds (KPF))

Integration der Bevölkerung und Zusammenarbeit der Verwaltungen Verbesserung der institutionellen Kapazitäten von öffentlichen Behörden und Interessenträgern und der effizienten öffentlichen Verwaltung durch Förderung der Zusammenarbeit in Rechts- und Verwaltungsfragen und der Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Institutionen

Mögliche Fördermaßnahmen:

  1. In Verwaltung und Zivilgesellschaft
  2. In Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung
  3. In der Daseinsvorsorge
In diesem Rahmen können grenzüberschreitende Projekte, etwa in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Tourismus, Kultur, Mobilität, Verkehr, Infrastruktur, Bildung, Forschung, Standortattraktivität, Raumentwicklung und -planung, Gesundheit sowie bürgerschaftliches Engagement gefördert werden.