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RailBLu – Verbesserung der Erreichbarkeit von grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindungen zwischen Brandenburg und Lubuskie

 

Projektpartner:
– Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (LP)
– Urząd Marszałkowski Województwa Lubuskiego / Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie
– Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

Förderung (EFRE): 1.432.500,70 EUR 

Zeitraum: 01.01.2020 – 30.06.2022 

Ziel:
Mit dem Projekt RailBLu sollen Beiträge zur Verbesserung der Erreichbarkeit in der Region, zur nachhaltigen Entwicklung der grenzüberschreitenden Mobilität und zur Erhöhung der Attraktivität der Region für Ihre Bewohner und Besucher sowie die Unternehmen der Wirtschaft geleistet werden. RailBLu trägt durch neue Angebote zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität und durch eine mittel- und langfristige strategische Entwicklungsplanung für die Stärkung des SPNV zur Verbesserung der Anbindung der Region an Transeuropäische Netze und die nachhaltige Entwicklung des Verkehrs im Programmraum bei. Zielgruppe sind die Bürgerinnen und Bürger der Programmregion, im Rahmen der konzeptionellen Entwicklungsplanung vertreten durch regionale und nationale Politik, aber auch die Europäische Kommission. Ein weiterer Adressat sind in diesem Zusammenhang die Verwaltungen der Eisenbahnen. Von der Umsetzung der konzipierten Maßnahmen profitieren neben den Einwohnern auch Besucher der Programmregion.
Neue Angebote zur Verbesserung des Service richten sich an Reisende im grenzüberschreitenden Verkehr. Der Erwerb von Fahrtberechtigungen im grenzüberschreitenden SPNV ist heute nur an wenigen Automaten, am Verkaufsschalter oder beim Zugbegleitpersonal möglich. Sprachliche Barrieren kommen erschwerend hinzu. Ein Vertriebsangebot über zeitgemäße und innovative Formen wie internetbasierte Plattformen und Applikationen für mobile Endgeräte stehen noch nicht zur Verfügung. Dies stellt ein erhebliches Zugangshemmnis für die Nutzung grenzüberschreitender Verbindungen im SPNV dar. RailBLu wird bestehende Probleme analysieren, Maßnahmen für die Überwindung definieren, erforderliche vertragliche Vereinbarungen zwischen Verkehrsunternehmen erstellen und pilothaft neue Service-Angebote im Programmraum erproben, validieren und die Übertragung für den gesamten grenzüberschreitenden SPNV zwischen Deutschland und Polen vorbereiten.
Die Verbesserung des Angebotes auf dem Schienennetz allein reicht nicht aus, der Mobilitätsservice muss sich auch auf die sogenannte „letzte Meile“ erstrecken. RailBLu realisiert pilothaft neue Mobilitätsangebote zur Verbesserung der Anbindung ortsferner Zugangspunkte zum SPNV und wird deren Potential zur Entwicklung der grenzüberschreitenden Mobilität im Programmraum aufzeigen.

Beispiele der Maßnahmen:

  • Erarbeitung einer Gesamtkonzeption zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes für die grenzüberschreitende nachhaltige Mobilität
  • Ausweitung des Vertriebs grenzüberschreitender Fahrtberechtigungen im SPNV auf die Kanäle „online“ und „mobil“
  • Pilot-Implementierungen von Mobilitätsangeboten zur Verbesserung der Erreichbarkeit ortsferner SPNV-Stationen