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Die Doppelstadt erlernen. Integration der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice als Thema in den Bildungsprozess

Projektpartner:
– Stadt Frankfurt (Oder) (LP)
– Gmina / Gemeinde Słubice

Förderung (EFRE): 149.976,13 EUR

Zeitraum:
01.01.2021 – 30.06.2022

Ziel:
Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die Doppelstadt als Bildungsort nutzbar zu machen, die Identifizierung der Bürger mit der Grenzregion sowie ihr Wissen über die gemeinsame Region zu erhöhen. Gleichzeitig soll die Doppelstadt als Ort der europäischen Integration in der Wahrnehmung der Bürger gestärkt und interkulturelle Kompetenzen erweitert werden. Hierzu sollen die Zusammenarbeit von Bildungsinstitutionen im Sinne des lebenslangen Lernens aus beiden Städten intensiviert und der Zugang zu den außerschulischen Bildungsangeboten des Nachbarlandes verbessert werden. Damit trägt das Projekt zu den Zielen im Bildungsbereich gemäß dem Kooperationsprogramm Brandenburg – Lubuskie bei. Zu einer gemeinsamen Bildungsarbeit zählen gemeinsam erarbeitete, innovative Lehr- und Lernkonzepte zur Integration der Doppelstadt als Thema im Bildungsprozess.
Zur Zielgruppe zählen Bildungsteilnehmer in Frankfurt (Oder) und Slubice, darunter Kindergartenkinder, Schüler und Erwachsene. Dabei sollen 75 Teilnehmer über einen längeren Zeitraum zum Thema Doppelstadt qualifiziert werden, was die Projektpartner mit der kooperierenden Institution bescheinigen werden. Das Projekt richtet sich weiterhin an Pädagogen in Kindergarten, Schule und beruflicher Bildung sowie an Multiplikatoren in non-formalen Bildungseinrichtungen wie Museen, Bibliotheken oder Vereinen mit Bildungscharakter. Eine dritte Zielgruppe sind Personen von außerhalb der Doppelstadt, die Bildungsangebote beispielsweise im Rahmen von Bildungsreisen bzw. -exkursionen wahrnehmen – rund 80 externe Bildungsteilnehmer werden erwartet.
Im Rahmen des Projekts entwickeln die Projektkoordinatoren mit Pädagogen und Multiplikatoren bzw. Experten aus den jeweiligen Bereichen Bildungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen mit Doppelstadt-Bezug und setzen sie gemeinsam in Workshops um. Dies umfasst zweisprachige Lehr- und Lernmaterialien und damit verknüpfte interaktive Formate wie Planspiele oder Aktivitäten im Stadtraum. Zum Einsatz in Kindergärten und Grundschulen werden spielerische Angebote zum Kennenlernen der Doppelstadt entwickelt. Pilotprojekte bei Veranstaltungen im Stadtraum ermöglichen einer breiten Zielgruppe, die Doppelstadt kennen zu lernen.
Gemeinsame Gremien und Veranstaltungen – Bildungsbeirat, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe Bildung und Bildungsforum – stärken die Kooperationen zwischen den Bildungsakteuren. Die Angebote sollen derart gestaltet sein, dass sie auch selbstständig und langfristig nach Projektabschluss in den Bildungseinrichtungen genutzt und erweitert werden können. Perspektivisch soll ein „Curriculum der Doppelstadt“ erarbeitet werden.

Beispiele der Projektmaßnahmen:

  • Workshops von thematischen Arbeitsgruppen zur Bestimmung von Inhalten und Themen zur Doppelstadt mit Pädagogen und Experten/Partnereinrichtungen.
  • Entwicklung von Lern- und Lehrmaterialien und interaktiven Formaten zur Doppelstadt.
  • Entwicklung der mobilen App „e-Doppelstadt-Pass“.
  • Entwicklung einer belastbaren IT-Lösung für Online-Konferenzen.
  • Anschaffung von zwei Videokonferenz-Systemen.
  • Aktivitäten zum spielerischen Kennenlernen der Doppelstadt für Grundschulkinder beider Städte.
  • Umsetzung von thematischen Bildungsangeboten (Geschichte, Kultur, Politik, Natur, Europa) mit Doppelstadt-Bezug für Grundschulkinder beider Städte.
  • Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte aus beiden Städten, durchgeführt durch Autoren der thematischen Materialien und interaktiven Formate.
  • Umsetzung von Bildungsangeboten zur Doppelstadt für externe Bildungsteilnehmer.
  • Integration von Pilotprojekten in öffentliche Veranstaltungen beider Städte.
  • Gemeinsame Projekte deutscher und polnischer Schülerinnen und Schüler mit Doppelstadtbezug.