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Onkologische Versorgung ohne Grenzen – Zusammenarbeit von Institutionen, Experten und Verwaltungen

 

Projektpartner:
– Szpital Uniwersytecki im. Karola Marcinkowskiego w Zielonej Górze Sp. z o.o. (Karol-Marcinkowski-Universitätskrankenhaus in Zielona Góra) (LP)
– Ost-Brandenburgisches Tumorenzentrum Bad Saarow

Förderung (EFRE): 646.525,30 EUR

Zeitraum: 01.01.2020 – 31.12.2021

Ziel:
Das Hauptziel des Projektes ist es, die Defizite in der medizinischen Versorgung krebskranker Patienten durch eine enge Zusammenarbeit deutscher und polnischer Ärzte und der Verwaltungsbehörden zu minimieren bzw. auszugleichen und ein auf innovativen Instrumenten basierendes Behandlungssystem für Patienten einzuleiten. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur 4. Prioritätsachse des Kooperationsprogramms „Integration der Bevölkerung und Zusammenarbeit der Verwaltungen“ und direkt zum spezifischen Ziel  „Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Institutionen und Bürger/-innen in allen Aspekten des öffentlichen Lebens“ bei. Um das Hauptziel zu erreichen, werden eine Reihe von gezielten Maßnahmen durchgeführt, die auf die Zusammenarbeit der Verwaltungen, der Fachleute und der Bürger ausgerichtet ist. Dazu gehört die Einleitung eines grenzüberschreitenden Monitorings der onkologischen Behandlungssysteme. Im Rahmen dieser Maßnahmen werden wir die Behandlungsdaten von über 5000 krebskranken Patienten aus der Region systemmäßig registrieren und diese in 4 deutsch-polnischen interdisziplinären Expertengruppen für die jeweilige Entität wissenschaftlich beurteilen.  Berechnung der Qualitätsfaktoren wird zahlenmäßig die Qualität der Behandlung im Grenzgebiet nachweisen und den zuständigen Institutionen Daten und Verbesserungsvorschläge liefern können. Darüber hinaus werden die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der onkologischen Versorgung durch die Organisation von drei gemeinsamen Studienreisen (3 Reisen), in Verbindung mit Fachworkshops (30 Teilnehmer) ausgebaut. Erarbeitet und eingeführt wird ein Programm zur emotionalen Unterstützung und der sozialen Aktivierung onkologischer Patienten und deren Familien. Das Projekt umfasst auch Bildungs- und Informationsmaßnahmen im Bereich der onkologischen Prävention und der Therapie. Zusätzlich, um die Sprachbarriere zu reduzieren und eine bessere Zugänglichkeit zur medizinischen Versorgung im Fördergebiet zu ermöglichen, werden für die sich im Ausland aufhaltenden Patienten zweisprachige dt.-poln. WWW-Seiten der PP1 und PP2 erstellt.
Zielgruppe des Projektes sind die Einwohner der Woj. Lubuskie und der Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland, insgesamt ca. 1.400.000 Menschen. Direkte Projektteilnehmer sind 5000 krebskranke Patienten, Fachärzte in den Arbeitsgruppen und die am Erfahrungsaustausch teilnehmenden Experten (30 Experten), 30 Vertreter von 11 Institutionen, 300 Patienten im System der psychologischen Unterstützung und auch mind. 100 Teilnehmer der Fachkonferenzen.

Beispiele der Projektmaßnahmen:

    • Erfassung der für die Analyse relevanten klinischen Daten von 5000 neuen krebskranken Patienten.
    • Erstellung eines IT-Tools zur Erfassung der Daten aus der Anamnese.
    • 12 Beratungen der 4 onkologischen Expertengruppen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen auf dem Gebiet der Beurteilung der Behandlungsqualität.
    • Gründung des Wissenschaftlichen Rates mit hochkarätigen Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Onkologie, Vertretern der Wissenschaft, Kommunen und NGO zur Bewertung der Tätigkeit von Arbeitsgruppen.
    • 2 zweisprachige Internetseiten der Projektpartner mit der Möglichkeit der Sprachänderung PL/DE.
    • Einführung eines Programms zur psychoonkologischen Unterstützung auf der Grundlage des gemeinsam mit dem Partner erstellten Konzeptes, hauptsächlich als Umsetzung der einschlägigen deutschen Lösungen.
    • Gründung eines Diskussionskreises / der Selbsthilfegruppe für onkologische Patienten aus der Wojewodschaft Lubuskie und Brandenburg. Geplant ist die Einladung von mind. 30 Institutionen aus dem Bereich der onkologischen Versorgung und mind. 50 eingetragene  Nutzer.
    • Die Erstellung einer Software für die Analyse klinischer Daten der krebskranken Patienten aus dem Grenzgebiet wird es ermöglichen, die Behandlungsergebnisse verschiedener Patientengruppen schnell miteinander zu vergleichen und die entsprechenden Qualitätsindikatoren abzuleiten.
    • Organisation von 4 öffentlichen Konferenzen zum Thema der Verbesserung der Behandlungsqualität im Grenzgebiet.
    • Erarbeitung von Informations- und Bildungsmaterial.