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UNESCO Geopark Muskauer Faltenbogen–Gemeinsames Erbe im deutsch-polnischen Grenzraum

Partner:
Landkreis Spree-Neiße (LP)
Nadleśnictwo / Oberförsterei Lipinki
Gmina / Gemeinde Łęknica
Förderverein Geopark Muskauer Faltenbogen e.V.
Gemeinde Felixsee

Förderung:  1.620.935,41 Euro

Zeitraum: 01.07.2017 – 31.12.2021

Ziel:

Ziel des Projektes ist es, dauerhaft mehr Gäste für einen Besuch in der gemeinsamen Grenzregion zu gewinnen. Dazu ist es notwendig, die touristische Infrastruktur für den internationalen Besucherverkehr durch qualitativ hochwertigen Ausbau und Modernisierung zu verbessern. Begleitende Maßnahmen sollen zudem den Erlebniswert des transnationalen Geoparks erhöhen; dazu zählen u. a. ein verbessertes Umweltbildungsangebot für Gäste und Einheimische, der Aufbau eines gemeinsamen deutsch – polnischen. Netzwerkes oder die inhaltliche und sprachliche Erweiterung der Printund Vermarktungsprodukte. Mit den genannten Maßnahmen wird das spezifische Ziel des Programms „Steigerung der Erlebbarkeit des grenzübergreifenden gemeinsamen Natur- und Kulturerbes” unterstützt.

Beispiele der Projektmaßnahmen:

  • eine rund 4 km lange Erweiterung des Geopfades Alte Grube Babina zum Rundweg inkl. 8 3-sprachiger Tafeln (polnisch -deutsch.-englisch) in Łęknica sowie Luckenschluss in der Wegefuhrung vom Ortszentrum zum Geopfad.
  • Daher soll der Geopfad zu einem mehrfach vernetzten Rundweg erweitert und mit dem Radweg auf der ehem. Bahntrasse Bad Muskau–Tuplice verbunden werden. Es werden Elemente der Wegweisung und Lehrtafeln sowie Banke, Tische und Fahrradständer ergänzt. Auf dem Turm wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die einen WLAN-Hot Spot für die Nutzer bereitstellt, sowie zwei Kameras zur Überwachung und als Webcam für Live-Videos). Alle Elemente werden den Vorgaben der UNESCO gemäß 3 sprachig sein.
  • Attraktivitätssteigerung der Themenradwege (rd. 100 km) mit zusätzlicher Rastplatzmoblierung (11x Bänke/Sitzgruppen), 3-sprachiger Erneuerung der Beschilderung (60 neue u. überarbeitete Tafeln).
  • Attraktivitätssteigerung des Aussichtsturmes am Felixsee als Geoparkwahrzeichen (1 sanierter Aussichtspunkt, 3 neue dreisprachige Tafeln).
  • Für die Verbesserung des touristischen Angebotes im Rahmen des Projektes wird ein Netz deutscher und polnischer Handwerker und Produzenten von regionalen Produkten (Imker, Winzer, Ziegenhofe, keramische und Glasprodukte etc.) und touristische Dienstleister (Hotel- und Gastgewerbe etc.) geschaffen. Es werden Kriterien für die Partner definiert und besonders wertvolle Angebote mit einem Qualitatssiegel (Partnerplakette) ausgezeichnet (1 gemeinsames Konzept, 1 Logo, 1 Netzwerk mit insges. mind. 14 deutschen und polnischen Erzeugern bzw. touristischen Dienstleistern, jeweils 4 zertifizierte deutsche und polnische Geoparkpartner, 1 Flyer).
  • Weiterbildung und Erwerb zusätzlicher Qualifikationen für Geoparkfuhrer. Um den Geopark einem weiteren Publikum naher zu bringen und Besichtigungsangebote attraktiver zu machen, werden die Qualifikationen der Geoparkfuhrer erhöht. Ein Sprachkurs Englisch und jährliche Weiterbildungen werden an 20 Geoparkfuhrer aus Deutschland und Polen gerichtet und erhöht die Zufriedenheit der mehr Gaste. Außerdem wird eine Fachexkursion durchgeführt, während derer die Geoparkfuhrer ihre praktischen Fähigkeiten der Gaste Führung verbessern und insbesondere die neue Attraktionen erklären lernen (3 Weiterbildungsveranstaltungen inkl. Exkursion für insges. rd. 20 dt. und pl. Geoparkfuhrer, 1 Englischkurs für 10 deutsche und polnische Teilnehmer).
  • Um das touristische Angebot zu bereichern, werden 10 E-Fahrräder angeschafft und eine E-Ladestation für Fahrräder und Autos errichtet. E-Bikes ermöglichen Personen mit eingeschränkter Mobilität (behinderte ältere Personen) die Nutzung und Besichtigung der Geoparkbereiche, die bis jetzt für diese Gruppe unzugänglich waren. Die Ladestation erhöht die Reichweite für E-Fahrräder. Touristen, die ein E-Auto besitzen, bietet die Ladestationen einen Anreiz, dieses ökologische Transportmittel zu nutzen (Auflademöglichkeit für Gäste aus weiter entfernten Gebieten).
  • Um das Interesse für den Geopark zu wecken und Umweltwissen weiter zu geben, wird ein mobiles Labor mit elektrischem Antrieb angeschafft. Damit kann das Wissen an Schulen, Einrichtungen, Vereine, Senioren- und Behindertengruppen und Kindergarten gebracht werden, die sonst auf die Angebote des OPNV angewiesen sind (1 mobiles GeoLabor (E-Fahrzeug + Ausstattung), je 1 E-Zapfsaule Fahrrad + Auto jeweils für Bewohner und Touristen, 10 E-Bikes, 2 Parkplatze, 2 Jahresarbeitsplane).
  • Schaffung eines neuen kulturellen und naturwissenschaftlichen Angebotes im Geopark Um die Anzahl der Touristen zu steigern, werden neue und innovative Angebote im Zusammenhang mit Kultur und Naturerbe geschaffen.
  •  Es wird ein Camp für Jugendliche aus Deutschland, Polen und anderen europäischen Geoparks organisiert. Während des Workshop-Camps werden die Jugendlichen mit regionalen Handwerkern zusammenarbeiten und das regionale Handwerk und regionale Rohstoffe besser kennenlernen.
  • Eine weitere einzigartige Idee ist die Organisation gemeinsamer Konzerte mit deutschen und polnischen Jugendchoren in geologisch interessanter Kulisse. Damit werden für Menschen aus Deutschland und Polen gemeinsame Erlebnisse geschaffen (2 Auftritte, jeweils 1 dt. und pl. Chor).
  •  Es werden regelmäßige Treffen für Jugendliche aus einem deutschen und einem polnischen Gymnasium organisiert, die jeweils an einem anderen, für den Geopark charakteristischen Ort stattfinden. Im Rahmen der Treffen werden gemeinsam praktische Arbeiten verrichtet, was den Abbau der Sprachbarrieren unterstutzt und das Kennenlernen der geologischen und historischen Gegebenheiten im Geopark ermöglicht (10 Jugendl., monatlich).

Webseite: http://www.muskauer-faltenbogen.de/

Facebook: https://www.facebook.com/Geopark-Muskauer-Faltenbogen…

PowerPoint-Präsentation: Prezentacja Interreg Gmina Łęknica

Links:

http://www.amt-doebern-land.de/seite/407529/unesco-geopark-muskauer-faltenbogen-gemeinsames-erbe-im-deutsch-polnischen-grenzraum.html